Würzburger Rangierbahnhof: Signale kommen mit dem Hubschrauber
Aufstellung an der Strecke zwischen Würzburg Rangierbahnhof und Thüngersheim – Rund 19 Millionen Euro werden bereit gestellt
Würzburg, 27.10.2009 (BA)
Im Zusammenhang mit dem Neubau eines elektronischen Stellwerks am Würzburger Rangierbahnhof stellt die Deutsche Bahn AG am kommenden Wochenende entlang der Bahnlinie Würzburg – Gemünden 60 neue Signalmasten auf. Die Signale werden mit einem Hubschrauber an ihren zukünftigen Einsatzort geflogen und dort noch am Seil hängend montiert. Am Samstag, 31. Oktober 2009 wird schwerpunktmäßig der Bahnhof Veitshöchheim und am Sonntag, 1. November 2009 (Allerheiligen) der Bereich des Würzburger Rangier-bahnhofes angeflogen. Geflogen wird nur während des Tageslichtes an beiden Tagen zwischen ca. 7.30 Uhr und 17 Uhr.
Aus Rücksicht auf die Anwohner werden die Signalmasten, mit Ausnahme von Veitshöcheim, in Industriegebieten und am Hafen gelagert und dort vom Hubschrauber aufgenommen. In Veitshöchheim dient der Bahnhof als Lager- und Aufnahmeplatz.
Das Anfliegen des Gleisbereiches erfolgt in der Regel in Zugpausen und führt erfahrungsgemäß zu keinen größeren Einschränkungen im Bahnverkehr. Verspätungen im Minutenbereich sind allerdings nicht gänzlich auszuschließen. Am Samstag wird außerdem in der Zeit von 7 Uhr – 9 Uhr und am Sonntag von 13 Uhr – 15 Uhr mehrfach kurzzeitig die Bundesstraße B 27 zwischen Veitshöchheim und Thüngersheim gesperrt.
Für das neue Stellwerk am Würzburger Rangierbahnhof werden rund 19 Millionen Euro bereitgestellt. Voraussichtlich im Frühjahr 2010 ersetzt das moderne elektronische Stellwerk die teilweise über 80 Jahre alten, bestehenden Anlagen. Die Bedienung von Weichen und Signalen erfolgt zukünftig per Mausklick, die Datenübertragung durch Glasfasertechnik.
Die Deutsche Bahn entschuldigt sich bereits vorab bei den Anwohnern für eine möglicherweise erhöhte Lärmentwicklung. Um die Signale in möglichst kurzer Zeit aufzustellen und die Auswirkungen für Anwohner und auf den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten, wurden Tage mit weniger Zugaufkommen ausgewählt.